Je nach absolviertem Studiengang variiert auch die Höhe des Gehalts.
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Studieren lohnt sich: Mit diesen zehn Fächern gibt’s das höchste Einstiegsgehalt

Wer bereits mit einem üppigen Einkommen in die Karriere startet, der erreicht auch schneller den Bereich der Spitzenverdiener.

Je nach absolviertem Studiengang variiert auch die Höhe des Gehalts.

Manche Menschen sind froh, wenn sie die Schule hinter sich haben. Endlich geht es in die Praxis – und ans Geldverdienen. Mit einem Abitur in der Tasche ist es denkbar, sofort in eine Lehre zu starten. Und gleich ein festes Gehalt nach Hause zu bringen. Zudem fällt der festgeschriebene Azubi-Mindestlohn seit Beginn des Jahres 2024 höher aus als bisher.

Allerdings möchten die meisten jungen Menschen die frisch erworbene Hochschulreife auch nutzen und beginnen ein Studium. Wie das Statistik-Portal Statista auf Basis der aktuellsten Zahlen berichtet, beträgt der Anteil der Studienanfänger im jeweiligen Geburtsjahr derzeit 54,7 Prozent. Mehr als die Hälfte der jungen Leute startet also in eine akademische Ausbildung. Die sogenannte  Studienanfängerquote ist damit zwar leicht rückläufig. Sie liegt aber dennoch deutlich höher als noch in den Jahren direkt nach der Jahrtausendwende. Damals schrieb sich nur etwa jeder Dritte eines Jahrgangs bei einer Universität oder einer Fachhochschule ein.

Hohes Gehalt: Mit gutem Einkommen lukrativ zum Jobstart

Bei der Wahl des Studienfachs sollten vor allem die eigenen Interessen dominieren: Zwar sind auf dem Arbeitsmarkt vor allem Fächer des sogenannten MINT-Bereichs (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) gefragt. Wer aber zu Schulzeiten wenig für Zahlen sowie Fächer wie Physik, Biologie und Chemie übrig hatte, wird vermutlich wenig Freude an MINT-Studiengängen finden. Etwa jeder zweite Studienanfänger in diesen Fachbereichen bricht seine akademische Ausbildung auch vorzeitig und ohne Abschluss ab.

Mit entscheidend für die Wahl des Studienfachs – erst recht, wenn man sich für viele unterschiedliche Themengebiete begeistert – kann auch die Höhe des Einstiegsgehalts sein. Denn: Wer nach der Uni oder der Fachhochschule bereits mit gutem Einkommen ins Berufsleben startet, kommt auch schneller in die richtig hohen Gehaltsbereiche. Und muss nicht erst Einkommenshürden überwinden, die andere Absolventen mit niedrigem Einstiegsgehalt noch vor sich haben.

Direkt beim Jobeinstieg: In diesen Studiengangberufen gibt’s das meiste Geld

Während man mit den Absolventen mancher Studiengänge ein enormes Gehalt sowie ein großes Eigenheim samt üppigem privaten Fuhrpark verbindet, gelten andere Fachbereiche als brotlose Kunst. In welcher Fakultät sollt man sich einschreiben, um direkt mit dem Abschluss in der Tasche zu den Top-Verdienern unter den Berufseinsteigern zu gehören? Die individuelle Höhe des Gehalts ist auch davon abhängig, in welcher Branche und welcher Region man arbeitet sowie, welche Betriebsgröße der Arbeitgeber hat.

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt von Hochschulabsolventen liegt in Deutschland übrigens bei rund 45.400 Euro. Dabei sind Bachelor-, Master- und Promotionsabschlüsse zusammengefasst. Wir haben die zehn lukrativsten Studienfächer aufgelistet, mit denen man durchschnittlich als Bachelor-Absolvent das höchste Berufsstart-Gehalt erwarten kann.

  • 1. Wirtschaftsingenieurwesen: Als Entwickler von Produktionsverfahren kann man beim Berufsstart mit 47.500 Euro brutto pro Jahr rechnen.
  • 2. Ingenieurswissenschaften: Experten im Feld zwischen Mechanik und Elektrotechnik erwarten direkt nach der Uni 46.200 Euro.
  • 3. Wirtschaftsinformatik: Keine Frage, die IT boomt. Wer diesen Bereich mit ökonomischem Fachwissen verbindet, erhält durchschnittlich 45.500 Euro, wenn er, direkt von der Uni kommend, bei einer Firma beginnt.
  • 4. Informatik: Für einen Bachelor in der allgemeinen Informatik gibt es zwar etwas weniger als für Absolventen der Wirtschaftsinformatik. Mit 45.000 Euro Einstiegsgehalt ist man aber immer noch sehr gut dabei.
  • 5. Wirtschaftswissenschaften: Mit mehr als 230.000 Eingeschriebenen in Deutschland ist die Betriebswirtschaftslehre der mit Abstand beliebteste Studiengang. Lukrativ ist er dazu. Absolventen können mit 41.000 Euro brutto pro Jahr in Sachen Einstiegsgehalt rechnen.
  • 6. Naturwissenschaften: Für Kenntnisse auf Bachelor-Niveau in Physik, Biologie oder Chemie bezahlen Firmen pro Jahr durchschnittlich 40.300 Euro.
  • 7. Erziehungswissenschaften: Wer als Pädagoge lediglich eine Ausbildung vorzuweisen hat, gehört nicht gerade zu den Spitzenverdienern. Mit einem Studium im Rücken lohnen sich die Erziehungswissenschaften jedoch. Pro Jahr gibt’s 39.650 Euro brutto.
  • 8. Politik- und Sozialwissenschaften: Auch wenn die Sozialwissenschaften in Sachen Einkommen einen eher zweifelhaften Ruf genießen: Mit einem Brutto-Jahres-Einstiegsgehalt von 37.900 Euro sind Absolventen dieser Fachrichtung nicht schlecht im Geschäft.
  • 9. Architektur: Wer maßgeblich am Bau von Häusern und Brücken beteiligt ist, bekommt seine Arbeit direkt nach dem Berufseinstieg mit 37.900 Euro bezahlt.
  • 10. Psychologie: Studierte, die in Lebenskrisen unterstützen, können als frisch ausgebildetete Psychologen durchschnittlich 37.000 Euro brutto pro Jahr erwarten.

Mit einem Master-Abschluss in der Tasche, liegt das Gehalt zum Jobeinstieg in der Regel nochmal etwa 20 Prozent höher. Das höchste Einstiegsgehalt in einem Ausbildungsberuf gibt es übrigens als Fluglotse mit 1.150 Euro brutto im Monat. Bereits im dritten Lehrjahr kann man in dieser Tätigkeit rekordverdächtige 6.000 Euro im Monat erwarten.

Von Daniel Hagmann