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Pflanzenkunde und schwere Geräte: Ausbildung zum Landschaftsgärtner

Björn Bubber macht eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner im Erlebnispark Tripsdrill. Sein Berufsalltag ist genauso dynamisch wie der Park selbst.

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Wer an eine Ausbildung zum Gärtner denkt, hat oft das Bild von Heckenschere und Rasenmäher im Kopf. Doch bei Björn Bubber sieht der Alltag ganz anders aus. Der 28-Jährige steht kurz vor seinem Abschluss zum Gärtner im Garten- und Landschaftsbau im Erlebnispark Tripsdrill – und sein Berufsalltag ist genauso dynamisch wie der Park selbst.

Was die Ausbildung bei Tripsdrill besonders macht, ist das Umfeld. „Wir sind hier organisiert wie ein städtischer Bauhof“, erklärt Björn. Statt ständig zwischen wechselnden Kundenbaustellen hin- und herzufahren, kümmert sich das Team um eine riesige, 42 Hektar große Anlage.

Technisches Know-how hinter der Ausbildung wird oft unterschätzt

Von der Pflege der Beete bis zum Tiefbau ist alles dabei. „Morgens, bevor die ersten Besucher kommen, sind wir in den Attraktionen unterwegs, schneiden Hecken oder mähen Rasen. Wenn der Park öffnet, wird es extrem flexibel: Wir bauen Wege, setzen Treppen oder kümmern uns um komplexe Pflanzungen.“

Viele Jugendliche unterschätzen, wie viel technisches Know-how hinter der Ausbildung steckt. „Es ist viel mehr als ein bisschen Unkraut zupfen“, betont Björn. „Wir machen echten Tiefbau, pflastern und betonieren. Dazu kommt die Pflanzenkunde: Über 300 Pflanzenarten mit ihren lateinischen Namen zu lernen, ist wie das Erlernen einer Sprache.“

Führen von schweren Baumaschinen für viele Azubis ein Highlight

Ein besonderes Highlight für Technik-Fans: Auch das Führen von schweren Baumaschinen gehört zum Job. „Bagger fahren, Dumper bedienen oder mit Rüttelplatten arbeiten – das ist für viele ein echtes Highlight der Ausbildung“, so der Azubi. Im Rahmen der Unterweisung lernen die Auszubildenden alles, was sie brauchen, um die großen Maschinen sicher zu führen.

Die Mischung aus handwerklicher Arbeit und Naturbezug ist genau das, was Björn Bubber gesucht hat. Foto: Dennis Frank

Björn kam über Umwege zum Ziel. Nach dem Abitur arbeitete er zunächst im Handwerk, merkte aber schnell: Er will raus an die frische Luft. Nach einem Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) stand für ihn fest: Es soll der Garten- und Landschaftsbau sein. „Die Mischung aus handwerklicher Arbeit und dem Naturbezug ist genau mein Ding.“

Vor allem Motivation und Lust aufs Anpacken zählen

Sein Tipp für alle, die überlegen, sich zu bewerben: „Macht unbedingt ein Praktikum! So findet ihr am besten heraus, ob euch die Mischung aus Bau und Pflanzen gefällt.“ Wer körperlich fit ist, gerne draußen arbeitet – egal ob bei Hitze oder im Winter – und Spaß an logischem, räumlichem Denken hat, ist hier genau richtig.

Ein guter Realschulabschluss ist zwar empfohlen, aber vor allem Motivation und Lust aufs Anpacken zählen. In wenigen Monaten steht für Björn die praktische Abschlussprüfung an. Dann baut er auf einer Fläche von zweieinhalb mal drei Metern einen kleinen Garten: Pflastern, Platten legen, Baumpflanzungen – das volle Programm.

„Ich wollte etwas mit den Händen schaffen“

Und danach? Björn möchte im Unternehmen bleiben, sieht aber noch viele weitere Möglichkeiten: Baumpflege, Landschaftsarchitektur oder die Arbeit in Gemeinden. Die Ausbildung in Tripsdrill bietet für Björn die perfekte Basis. „Ich wollte etwas mit den Händen schaffen, bei dem man abends sieht, was man gemacht hat“, sagt er. Und genau das ist es, was diesen Beruf so besonders macht: Man baut nicht nur Gärten, man gestaltet Lebensräume.

Von Dennis Frank

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