Auch als Student mit schmalem Geldbeutel kann man einen schönen Urlaub verbringen.
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Als Student in den Urlaub: Mit diesen zehn Tipps wird’s besonders günstig

Wenn die Klausuren geschafft sind, sehnt man sich nach Urlaub. Bei den meisten Studenten ist das Reisebudget aber knapp. Mit einfachen Tricks kann man viel Geld sparen - und den Erlebnisfaktor sogar nach oben treiben.

Auch als Student mit schmalem Geldbeutel kann man einen schönen Urlaub verbringen.

Klare Sache: Als Student ist der Geldbeutel meist nicht allzu üppig gefüllt. Wer jedoch das ganze Semester über fleißig paukt, der sollte die Ferien für einen Ortswechsel nutzen, um auf andere Gedanken zu kommen und neue Eindrücke zu sammeln. Und: Wer in den Semesterferien in Urlaub fährt, kann dabei vielfältige, bereichernde Erfahrungen machen. Beispielsweise lernt man auf Reisen neue Leute und Kulturen kennen, schult sich in Fremdsprachen, entspannt und sammelt Kraft für bald wieder anstehende Aufgaben im Alltag.

Aber wie kann man als Student in den Semesterferien günstig Urlaub machen? Ist man tatsächlich aufs Trampen, das Deutschlandticket, Couchsurfing oder Jugendherbergen angewiesen? Reise-Experten, unter anderem von www.holidayextras.de, haben allerlei Spartipps für Ferien mit schmalem Geldbeutel, zwischen Bafög und Nebenjob, parat. Hier sind die zehn besten Empfehlungen.

1. Urlaub und Arbeit als Student verbinden

In den Semesterferien kann man sich beispielsweise ehrenamtlich engagieren oder als Au-pair bei einer Gastfamilie im Ausland arbeiten. Aber auch Hilfe auf einem Gnadenhof für Tiere oder Hilfstätigkeiten in einem Surfhostel sind denkbar. Dabei gibt es Kost und Logis meist als Lohn für die geleistete Arbeit mit dazu.

2. Internationalen Studentenausweis nutzen

Mit dem Studentenausweis hat man eine ganze Menge Vergünstigungen. Zunächst einmal in der eigenen Hochschule und der jeweiligen Stadt. Wer sich jedoch einen internationalen Studentenausweis zulegt, kann fast überall auf der Welt von Rabatten profitieren. Mit dem ISIC-Ausweis hat man beispielsweise Zugang zu rund 150.000 Studenten-Vergünstigungen. Geringere Eintrittspreise zu Events, günstigere Konditionen bei Verkehrsmitteln und noch vieles mehr machen den Urlaub gleich erheblich erschwinglicher.

3. Urlaub ohne Pauschalreisen

Pauschalreisen laden wirklich zum Relaxen ein – schließlich muss man sich um so gut wie nichts kümmern. Der Haken dabei: Diese sind meist sehr teuer. Wer sich stattdessen sein eigenes Paket aus An- und Abreise, günstiger Unterkunft und individuellen Ausflugszielen zusammenstellt, hat nicht nur eine ganz eigene Mischung, sondern spart auch noch eine Menge Geld.

4. Schnäppchen ersteigern

Wer bei seiner Urlaubsplanung eine gehörige Portion Spontaneität und Flexibilität mitbringt, kann so manches Schnäppchen machen. Es gibt Reiseanbieter und Hotels, die ihre nicht gebuchten Kontingente deutlich unter den üblichen Marktpreisen anbieten. Schließlich sind geringe Einnahmen immer noch besser als gar keine Einnahmen. Studenten kommt das zugute. Wer sich etwas Zeit nimmt und auf Auktionsplattformen sucht, kann so durchaus luxuriös Urlaub machen, obwohl er beispielsweise nur den Preis eines Jugendherbergsaufenthalt bezahlt.

5. Urlaubsminimalismus ist Trumpf

Bei vermeintlich günstigen Flügen kommt das böse Erwachen bei den Kosten fürs Gepäck. Wenn man sich auf das absolut Wesentliche beschränkt und nur mit Handgepäck in den Urlaub reist, hat man schon mal einen deutlichen Kostenpunkt weniger auf der Rechnung.

6. Keine Massenziele, sondern Geheimtipps

Gefühlt jeder macht Urlaub auf Mallorca, Gran Canaria oder in Ägypten. Wegen der großen Nachfrage sind auch die Preise für Reisen zu diesen Zielen entsprechend hoch. Wer sich als Student eher ab vom Schuss bewegt und weniger überlaufene Ziele wie Irland, Montenegro oder Slowenien wählt, kommt in derselben Zeit deutlich günstiger weg und erlebt Menschen und Landschaften, die im Freundeskreis noch unbekannt sind und mehr als nur ein müdes Gähnen als Reaktion hervorrufen.

7. Urlaub mit der Tupperdose

Zugegeben: Es ist verlockend, sich im Urlaub um gar nichts zu kümmern und sich im All-inclusive-Hotel oder im Restaurant nach Herzenslust bedienen zu lassen. Aber: Ein solcher Komfort hat eben auch seinen Preis. Deutlicher günstiger wird’s, wenn man in einem Hostel selbst kocht oder auch mal eine Portion Rohkost einkauft und diese in die Tupperdose packt. Dann hat man unterwegs immer einen Snack parat und spart sich zudem auch langes Warten in möglicherweise überfüllten Restaurants. Das schafft Freiraum fürs Erkunden des Urlaubsziels.

8. Reisen in der Nebensaison

Ein klarer Vorteil des Studentenlebens: Die vorlesungsfreie Zeit ist deutlich länger als der Urlaub von Berufstätigen – und liegt zudem teilweise außerhalb der Schulferien. Wer also seine Verpflichtungen in Sachen Studium, Praktikum oder Nebenjob so legt, dass er in der Nebensaison frei hat, kann zu relativ preiswerten Konditionen Urlaub machen.

9. Business-Hotels am Wochenende

Hohen Standard genießen – und wenig dafür bezahlen? Das ist möglich, wenn man am Wochenende in Business-Hotels eincheckt. Außerhalb der Werktage sind diese Unterkünfte wenig gefragt. Eine Übernachtung ist daher relativ günstig zu haben. Diese Spar-Variante im Urlaub bietet sich vor allem bei Städte-Trips an.

10. Urlaubsinfos sammeln – aber inkognito

Es ist keine Verschwörungstheorie, sondern Fakt: Wenn man im Internet nach bestimmten Begriffen wie Reisezielen, Flügen und Unterkünften sucht, tracken Cookies und Co. diese Anfragen. Die Folge: Suchmaschinen erkennen das Interesse an einer bestimmten Region in einem gewissen Zeitraum – und passen automatisch die Preise an. Alle, die ihre Suchen im Online-Browser inkognito oder im „privaten Modus“ vornehmen, entgehen dieser Preisfalle.

Wer seine Zeit nicht nur im Urlaub, sondern auch im späteren Berufsleben gerne an schönen Orten verbringen möchte, dem kommen einige Entwicklungen in der Arbeitswelt durchaus entgegen. Aufgrund des Fachkräftemangels versuchen Arbeitgeber, nicht nur über das Gehalt, sondern auch über die flexiblen Arbeitsbedingungen zu punkten. Daher gibt es schon jetzt Firmen, die Workations – eine Wortmischung aus Work (Arbeit) und Vacation (Urlaub) – anbieten. Diese machen es möglich, die Arbeit nicht an einem bestimmten Platz, sondern etwa an einem beliebigen Urlaubsziel irgendwo auf der Welt zu erledigen.

Beitrag von Daniel Hagmann