„Seit mein Vater hier einen Wagen geleast hat und ich das erste Mal in diesem Autohaus stand, wusste ich: In diesem Tätigkeitsfeld möchte ich später einmal arbeiten“, erzählt Melissa Schwab. Die 21-Jährige ist am Ende ihrer dreijährigen Ausbildung als Automobilkauffrau im Autohaus Assenheimer + Mulfinger in Heilbronn angekommen.
Während der Ausbildung zur Automobilkauffrau im Autohaus Assenheimer + Mulfinger in Heilbronn hat sie sich von Anfang an gut aufgehoben gefühlt. „Das Verhältnis zu meinen Ausbildern, Vorgesetzten und Kollegen war immer sehr gut. Alle waren super freundlich.“ Dazu schätzt Schwab die gemeinsamen Erlebnisse. Zum Beispiel weiterführende Qualifikationen wie einwöchige Methoden- und Sozialkompetenz-Schulungen im ersten Ausbildungsjahr sowie weiterbildende Ausflüge. Diese haben es Schwab und anderen Auszubildenden ermöglicht, nicht nur die Kollegen der eigenen Filiale, sondern auch die der weiteren Standorte wie Sinsheim oder Neckarsulm-Obereisesheim kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Schwab: „Im Grunde arbeitet man ja zusammen. Und genau dieses Miteinander wird dadurch super gestärkt.“
Viel Abwechslung im Autohaus
In Schwabs Arbeitsalltag als Automobilkauffrau herrscht viel Abwechslung. „Bei uns im Betrieb wechselt man alle zwei Monate die Abteilung. So bekommt man einen Einblick in alle Bereiche und Abläufe“, berichtet sie. Dazu zählen Tätigkeiten im Bereich der Terminvergabe, dem Service, dem Lager, der Vermietung oder der Werkstatt. Besonders bei einer großen Firma wie Assenheimer + Mulfinger in Heilbronn habe der häufige inhaltliche Wechsel des Tätigkeitsfelds ihr sehr dabei geholfen, alle Facetten, Aufgaben und Herausforderungen des Berufs kennenzulernen.
Neben den Tagen in der Firma hatte Melissa Schwab auch ein bis zwei Tage in der Woche Theorieunterricht in der kaufmännischen Berufsschule Gustav-von-Schmoller in Heilbronn. Dort stehen für die angehende Automobilkauffrau Fächer wie Deutsch, Englisch und Gemeinschaftskunde auf dem Lehrplan. Dazu gibt es wechselnde „Lernfelder“, in denen Themen wie Neu- oder Gebrauchtwagen, Rechtswirtschaftslehre oder Rechnungswesen auf dem Plan stehen. Anders als im klassischen Schul- oder Studienmodell, konnte Melissa Schwab viele theoretische Unterrichtsinhalte zeitnah auch in der Praxis umsetzen.
Anforderungen an Automobilkauffrauen: Kommunikativ und flexibel
Während der Ausbildung habe Melissa Schwab viele Freiheiten für eigene Ideen und Aufgaben gehabt. So startete sie beispielsweise mit anderen Auszubildenden zur Automobilkauffrau oder zum Automobilkaufmann ein soziales Projekt, bei dem die Firma Tischfußball-Spiele an zwei Einrichtungen für Menschen mit Behinderung im Raum Heilbronn gespendet hat.
Schwab empfiehlt die Ausbildung zur Automobilkauffrau oder zum Automobilkaufmann „vor allem den Menschen, die Allrounder sein können, kommunikativ sind und Lust auf Veränderungen haben“. Letzteres liege am Wandel der Automobilbranche hin zur Elektromobilität, der spannende Herausforderungen mit sich bringe. Das Team von Assenheimer + Mulfinger in Heilbronn hat Melissa Schwab nach der Ausbildung übernommen.
Gehalt: Das verdient man als Automobilkauffrau
Die Höhe des Ausbildungsgehalts als Automobilkauffrau oder Automobilkaufmann ist vertraglich geregelt. Bei Assenheimer + Mulfinger in Heilbronn verdienen Auszubildende ab Oktober 2024 im ersten Lehrjahr 1.099 Euro, im zweiten 1.161 Euro und im dritten Lehrjahr 1.264 Euro brutto monatlich. Damit liegt das Azubi-Gehalt bei Assenheimer + Mulfinger deutlich über dem Durchschnitt, da man während der Ausbildung zur Automobilkauffrau oder zum Automobilkaufmann vor allem in den ersten beiden Lehrjahren meist weniger als 1.000 Euro Bruttogehalt im Monat verdient. Das Einstiegsgehalt als Automobilkauffrau oder Automobilkaufmann nach der Ausbildung beträgt in der Regel etwa 2.500 Euro brutto im Monat. In Ausnahmefällen kann es auch die 3.000-Euro-Grenze übersteigen.
Wer sich ebenfalls für Autos, aber eher für deren technische Seite interessiert, für den könnte der Beruf des Kfz-Mechatronikers spannend sein. Dieser ist auf Platz eins der beliebtesten Ausbildungsberufe im Einzugsgebiet der Industrie- und Handelskammer (IHK) Heilbronn-Franken.
Von Sophia Lavcanski


