Eine solche Chance kommt vielleicht nie wieder: Wenn man gerade die Schule oder die Uni erfolgreich hinter sich gebracht hat, regiert ein Gefühl von Freiheit. Bevor man in den nächsten Lebensabschnitt voller Verpflichtungen startet, bietet es sich an, die Welt kennenzulernen. Bei einem Auslandsjahr oder einem sogenannten „Gap Year“ („Abstandsjahr“) kann man Erfahrungen fürs Leben und unvergessliche Eindrücke sammeln.
Doch: Die Möglichkeiten und Gestaltungsformen eines Auslandsjahrs sind vielfältig. Denkbar sind etwa ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), ein Aufenthalt als Au-pair oder Work & Travel. Das Gap Year kann dabei helfen, sich über die eigenen Ziele im Leben klarzuwerden. Und dabei, die nächsten Schritte im Leben zu planen. Eine breite Auswahl gibt es beispielsweise aber auch in Bezug auf Auslandsaufenthalte im Teenager-Alter im Rahmen eines Schüleraustauschs.
Viele Fragen rund ums Auslandsjahr
Grundsätzlich gilt aber: Sobald man sich für ein Ziel entschlossen hat, geht die Vorbereitung erst richtig los: Welche Reisedokumente brauche ich? Sind Impfungen nötig? Welche zusätzlichen Versicherungen sollte ich im Vorfeld unbedingt noch abschließen? Und welche Formalitäten muss ich noch in Deutschland erledigen, bevor das Abenteuer im Ausland beginnt?
Damit das Auslandsjahr reibungslos abläuft und sich auch kostengünstig gestaltet, sollte man von Anfang an mit professionellen Austauschorganisationen zusammenarbeiten. Diese nehmen einem mögliche Ängste und sind auch während des Aufenthalts in der Ferne für einen da, sobald Fragen und Probleme auftauchen.
Gütesiegel für Organisationen rund ums Auslandsjahr
Damit man sich in Bezug auf das Auslandsjahr besser orientieren kann und im Vorfeld auch mit dem richtigen Partner ins Gespräch kommt, informiert die gemeinnützige Deutsche Stiftung Völkerverständigung aus Ahrensburg in Schleswig-Holstein unabhängig über die Bedingungen für Auslandsaufenthalte. Die Organisation vergibt Gütesiegel, die aufzeigen, welche Austauschorganisationen derzeit besonders empfehlenswert sind.
Gerade die Corona-Zeit hat laut der Stiftung ihre Spuren auf dem Markt hinterlassen. Einige Traditionsfirmen, die Reisende beim Auslandsjahr unterstützt haben, gibt es nicht mehr. Andere wiederum haben ihr Leistungsspektrum stark eingeschränkt oder liefern nicht mehr dieselbe Betreuungsqualität wie noch vor einigen Jahren. Andererseits gibt es aber auch immer wieder neue Anbieter, die mit frischen Ideen und Angeboten überzeugen können.
50 Organisationen erhalten Gütesiegel
Dr. Michael Eckstein, Vorsitzender der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, erklärt: „Nach unseren Erfahrungen im vergangenen Jahr sind aktuell gut 50 Organisationen mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Sie erhalten das Gütesiegel für 2023. Das sind weniger Firmen als vor Corona, aber deutlich mehr als im vergangenen Jahr. Damit ist klar, dass die jungen Leute und Familien gute Auswahlmöglichkeiten für den Start ins Auslandsjahr 2024 haben.“
Auf der Homepage von Deutsche Stiftung Völkerverständigung gibt es eine Übersicht zu den ausgezeichneten und damit empfehlenswerten Organisationen, mit denen man zusammenarbeiten kann, damit der mehrmonatige Auslandsaufenthalt oder das Auslandsjahr auch die erhoffte, lebensbereichernde Erfahrung wird. Dazu zählen beispielsweise AFS Interkulturelle Begegnungen, Bildungsberatung global, Die AustauschExperten, High School Compass, Klassenzimmer auf der Alm sowie Kulturwerke Deutschland Sprachreisen. Darüber hinaus kann man sich auch regelmäßig auf den sogenannten „Auf-in-die-Welt“-Messen direkt vor Ort mit den Experten unterhalten und Fragen zum Thema Auslandsjahr klären. Unter anderem auch in Stuttgart. Wie bereichernd ein langer Aufenthalt im Ausland sein kann, zeigt beispielsweise ein Erfahrungsbericht über ein Au-pair-Jahr in London.
Von Daniel Hagmann


