Ein Unternehmen im Bewerbungsschreiben von sich zu überzeugen, kann eine echte Herausforderung sein. Besonders wichtig, um sich von der Konkurrenz abzuheben, ist es, den richtigen Ton zu treffen. Andernfalls läuft ein Bewerber Gefahr, direkt aussortiert zu werden. Wer eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen möchte, sollte die folgenden sieben Fehler dringend vermeiden.
1. Rechtschreib- und Grammatikfehler
Zu den absoluten Bewerbungskillern zählen Rechtschreib- und Grammatikfehler. Wer sich nicht die Mühe macht und seine Bewerbung vor dem Absenden nochmal gründlich auf Tippfehler prüft, riskiert, bei seinem Wunschunternehmen einen unprofessionellen Eindruck zu erwecken. Empfehlenswert, um solche Patzer zu vermeiden, ist es, einen Freund hinzuzuziehen und ihn das komplette Schreiben noch einmal lesen zu lassen. Vier Augen sehen mehr als zwei!
2. Standardfloskeln
Unbedingt vermeiden solltest du außerdem abgedroschene Standardfloskeln. Dazu gehört beispielsweise der Einleitungssatz „Hiermit bewerbe ich mich bei Ihnen um die Stelle als…“ Das Problem mit solchen Formulierungen: Sie sind austauschbar und unpersönlich. Deutlich ansprechender wirkt ein individueller Einstieg, bei dem der Bewerber klar macht, was ihn an dem ausgeschriebenen Job begeistert und wieso er sich beworben hat.
3. Fehlender Bezug zum Unternehmen
Wer sich im Anschreiben ausschließlich auf seine eigenen Qualifikationen und Stärken fokussiert, macht einen Fehler. Denn mindestens genauso wichtig ist es, sich mit der Firma, bei der man sich bewirbt, auseinanderzusetzen und zu verdeutlichen, weshalb man genau hier und nicht woanders arbeiten will. Mit Werten, Produkten und Projekten des Unternehmens vertraut zu sein, ist notwendige Voraussetzung, um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen.
4. Unpersönliche oder falsche Anrede
„Sehr geehrte Damen und Herren“: Auch diese unpersönliche Anrede hat in einem professionellen Bewerbungsschreiben nichts zu suchen. In den meisten Fällen findet man unter der Stellenanzeige den Namen des Personalers oder der Ansprechperson, bei der das Schreiben später auf dem Tisch landet. Wählt ein Bewerber direkt die namentliche Anrede, erzeugt das sofort einen sehr persönlichen Eindruck: Der Bewerber weiß, mit wem er es zu tun hat.
5. Übertriebene Selbstdarstellung
Im Anschreiben nichts zu suchen haben auch abgehobene Beschreibungen, in denen der Bewerber sich in übertriebener Weise selbst darstellt. Wer sich als fehlerfreier Alleskönner präsentiert und Fähigkeiten und Kenntnisse erfindet, wirkt schnell unsympathisch und unglaubwürdig. Stattdessen sollte der Fokus auf tatsächlich erreichten Erfolgen liegen. Satzanfänge wie „Ich kann“, „Ich habe“ und „Ich werde“ gilt es zu vermeiden.
6. Unklare oder zu lange Formulierungen
Manche Bewerber neigen dazu, sich in verschachtelten Sätzen und umständlichen Formulierungen zu verlieren. Lange, komplizierte Texte erschweren die Lesbarkeit und lassen das Anschreiben unnötig lang wirken. Arbeitgeber möchten jedoch schnell erfassen, welche Qualifikationen und Stärken für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. Empfehlenswert sind daher kurze, präzise Sätze. Das Schreiben sollte außerdem nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein.
7. Nacherzählung des Lebenslaufs
Da der angehängte Lebenslauf bereits alle vorangegangenen beruflichen Stationen auflistet, ist es nicht nötig, diese noch einmal chronologisch im Bewerbungsschreiben aufzuführen. Besser ist es, sich auf die Stationen zu konzentrieren, die einen tatsächlichen Mehrwert für die ausgeschriebene Stelle bieten. Wer nur seine Karriereschritte wiederholt, verbaut sich die Chance, sich von Konkurrenten abzuheben. Stattdessen ist es wichtig, erfolgreiche Projekte in vergangenen Jobs herauszustellen, die Fähigkeiten erfordern, die auch in der angestrebten Position erforderlich sind.
Ein Bewerbungsschreiben aufzusetzen, kann anstrengend sein. Es lohnt sich jedoch, gründlich zu sein und auf die oben aufgelisteten Fallstricke zu achten. Wer mit seinem Anschreiben überzeugt und zum Gespräch vor Ort eingeladen wird, hat schon die erste Hürde gemeistert. Mit unseren fünf Tipps fürs Vorstellungsgespräch sollte auf dem Weg zum Traumjob nichts mehr schiefgehen.
Von Sina Alonso Garcia


