Für eine Bewerbung im Ausland gelten teilweise andere Regeln als bei uns.
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So klappt die Bewerbung auf Englisch

Was bei uns in der Bewerbung vorausgesetzt wird, kann im Ausland schon ein No-Go sein. Wer auf die jeweiligen Gepflogenheiten achtet, hat schon eine hohe Hürde übersprungen.

Für eine Bewerbung im Ausland gelten teilweise andere Regeln als bei uns.

Eine Bewerbung in englischer Sprache formulieren? Total normal für Jobs im Ausland oder bei internationalen Firmen. Auch wenn Bewerber die Sprache gut beherrschen, kann es bei Formalitäten aber Stolperfallen geben. Denn diese unterscheiden sich durchaus von denen in Deutschland. Es genügt also nicht, den deutschen Lebenslauf einfach zu übersetzen.

Der größte Unterschied dürfte sich beim Anfügen von Zeugnissen auftun. Das werde in anderen Ländern nicht in der Bewerbung, sondern erst im zweiten oder dritten Schritt erwartet, erklärt Matthias Rauhut von der Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV), die zur Bundesagentur für Arbeit gehört. „Dagegen wird Wert auf Referenzen gelegt.“ Dabei handelt es sich um Kontaktdaten von Personen, die vom Werdegang des Bewerbers berichten können. Das können ehemalige Arbeitgeber, Professoren oder Kunden sein, die man mit vollem Namen, Funktion und direktem Kontakt in der Bewerbung angibt.

Referenzen in Bewerbung kann entscheidend sein

Mindestens zwei Referenzen sollten man bei einer Bewerbung auf Englisch angeben. Dennoch gilt laut Experte Rauhut: „Lieber keine Referenzen angeben als schlechte.“ Möglich sei auch, durch Referenzen aus Vereinen, in denen man aktiv war, zu glänzen. „Das zeigt: Ich bin teamfähig und habe soziales Engagement“, sagt Rauhut. Wichtig: Die Personen immer fragen, ob man sie in der Bewerbung auch nennen darf – und ob sie Auskunft geben können. Denn es ist unprofessionell, wenn ein künftiger Chef sich meldet und keiner etwas über den Bewerber sagen kann.

Während in Deutschland Referenzen nicht verbreitet sind, gibt es Angaben, die anderswo in einer Bewerbung durchaus unüblich sind – und manchmal sogar zur Aussortierung der Unterlagen führen. Daten wie Alter, Geschlecht, Familienstand, Nationalität und Religion sowie Bilder des Bewerbers sind in vielen Ländern nicht erwünscht. Beispielsweise in Großbritannien sei das ein absolutes No-Go, sagt Matthias Rauhut.

Bei Bewerbungen: Rechtschreibung und Sprache stets wichtig

So unterschiedlich einige Inhalte bei der Bewerbung auch sein mögen: Manche Anforderungen an die Bewerbungen und die Kandidaten sind überall gleich. Auf Rechtschreibung und formelle Sprache achten Personaler überall. Außerdem werden auch englische Bewerbungen möglichst an den direkten Ansprechpartner in der Firma adressiert. Rauhut betont, dass die klassischen Fragen für jede Bewerbung relevant seien. Die Antworten darauf sollten also in jeder Bewerbung zu finden sein: Wer bin ich? Woher komme ich? Wofür bewerbe ich mich? Welche Qualifikation habe ich? Was ist mein Bezug zum Unternehmen? Wie bin ich auf die Stelle aufmerksam geworden? Wie kann man mich kontaktieren?

Der Lebenslauf einer Bewerbung kann für Verwirrung sorgen: In Ländern wie Spanien, Frankreich, Großbritannien oder ehemaligen britischen Kolonien wie Australien und Indien wird er als CV, Kurzform für Curriculum Vitae, bezeichnet. In den USA und Kanada ist das Résumé gängig. Doch nicht nur die Bezeichnungen unterscheiden sich: Während im CV auf Vollständigkeit wichtig ist, gilt es, im Résumé zu priorisieren und nur die wichtigsten Stationen zu nennen. Antichronologisch sind beide Varianten – es beginnt also mit dem aktuellsten Punkt.

Von Laura Bernert