Eine Chefin begrüßt einen Azubi am ersten Tag seiner Ausbildung im Büro per Handschlag.
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Erster Tag in der Ausbildung: Wer diese zehn Dinge beachtet, erwischt einen Traum-Start

Mit ein bisschen Vorbereitung und Aufmerksamkeit meistert man den Start in den neuen Lebensabschnitt spielend.

Eine Chefin begrüßt einen Azubi am ersten Tag seiner Ausbildung im Büro per Handschlag.

Dieser Anfang ist spannend und aufregend zugleich: Deutschlandweit starten rund eine halbe Million Menschen in diesem Spätsommer in die Ausbildung. Damit verbunden ist eine deutliche Änderung des Alltags. Fast wie etwa zehn Jahre zuvor, beim ersten Schultag. Nachdem man in der Schule viel theoretischen Unterricht gehabt hat und der Ablauf streng nach Stundenplan und zusammen mit den Klassenkameraden organisiert gewesen ist, ändert sich jetzt einiges. Nun gibt’s gleich zum Start viel Praxis, konkrete Einblicke und tägliche Beschäftigung mit den Ausbildern, den neuen Kollegen oder auch Kontakt mit Kunden.

Damit da gleich vom ersten Tag an alles klappt und man sicher in den neuen Lebensabschnitt der Ausbildung startet, gilt es, einiges zu beachten. Wer die folgenden zehn Dinge berücksichtigt, macht schon zum Ausbildungsstart eine gute und souveräne Figur. Und dann sind die anfänglichen, ganz natürlichen Unsicherheiten rasch passé.

Zehn Tipps für den Start in die Ausbildung

  • 1. Formalitäten im Vorfeld: Am besten vor dem Antritt der Ausbildung sollten dem Arbeitgeber die wichtigsten Unterlagen vorliegen. Dazu gehören: die Lohnsteuerkarte, der Sozialversicherungsausweis, die Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse, eine ärztliche Bescheinigung und die Bankverbindung. In manchen Fällen wird auch ein polizeiliches Führungszeugnis oder eine Schulzeitbescheinigung gefordert.
  • 2. Vorbereitung muss sein: Bevor es losgeht, ist es wichtig, sich noch einmal die genaue Adresse und die wichtigsten Fakten des Unternehmens zu vergegenwärtigen. Auch die Namen des Geschäftsführers, des Abteilungsleiters und des Ausbilders sollte man parat haben. Ebenso, wie den genauen Treffpunkt und den Arbeitsbeginn am Starttag. Die wichtigsten Fakten werden einem in der Regel bereits bei der Zusage nach dem Bewerbungsgesprächs mitgeteilt. Außerdem wird man am ersten Tag der Ausbildung wahrscheinlich gebeten, sich kurz selbst vorzustellen. Da ist es sinnvoll, sich eine kleine Präsentation zur eigenen Person, zum bisherigen Lebenslauf und zu den Erwartungen in der Ausbildung zu überlegen.
  • 3. Entspannt zum Start: Den Abend vor dem ersten Arbeitstag sollte man angenehm und ruhig verbringen, um entspannt in den ersten Arbeitstag zu starten. Zum Beispiel noch in Ruhe etwas lesen oder eine Folge der Lieblingsserie schauen – und dann rechtzeitig schlafen gehen. So ist man am folgenden Morgen hellwach für die vielen neuen Eindrücke.
  • 4. Die richtige Kleidung: Der erste Eindruck zählt. Daher ist ein gepflegtes Äußeres am ersten Tag der Ausbildung Pflicht. Am besten hat man schon beim Bewerbungsgespräch einen Eindruck vom Dresscode des Unternehmens bekommen. Falls nicht, kleidet man sich am Morgen des Starts lieber eine Spur zu schick. Denn: Im Zweifel ist etwas overdressed weniger bedenklich, als wenn man zu leger erscheint.
  • 5. Pünktlichkeit: Es macht keinen guten Eindruck, wenn man gleich am ersten Tag zu spät zur Arbeit kommt. Noch bevor man sich aufmacht, sollte klar sein, mit welchem Verkehrsmittel man am besten in den Betrieb gelangt. Da man den Weg noch nicht routinemäßig kennt und daher den Verkehr noch nicht genau einschätzen kann, sollte man in jedem Fall genug Puffer einplanen. Und für den Notfall ist es hilfreich, die Nummer des Ansprechpartners dabei zu haben, um Bescheid zu sagen, falls etwa ein Unfall oder ein Streik des ÖPNV doch für unvorhergesehene Verspätungen sorgen.
  • 6. Das sollte man dabei haben: Das Zusageschreiben mit den wichtigsten Angaben und Kontaktpersonen zum Start in die Ausbildung sollte man ebenso parat haben wie die darin geforderten Unterlagen zum Starttag, die man bis dahin noch nicht per Post oder E-Mail eingereicht hat. Auch Block und Stift, um sich Notizen zu machen, gehören unbedingt in den Rucksack oder in die Arbeitstasche. Ebenso wie ein Vesper, ein paar Euro für die erste gemeinsame Mittagspause mit den neuen Kollegen und genügend zu trinken für den ersten Arbeitstag.
  • 7. Die richtige Einstellung: Man sollte gegenüber den neuen Kollegen offen, freundlich, selbstbewusst, aber keineswegs arrogant auftreten. Am ersten Tag sympathisch rüberzukommen, öffnet einem gleich die Türen für die weitere, erfolgreiche Zusammenarbeit. Wer abweisend reagiert, läuft Gefahr, es sich schon früh mit wichtigen Menschen im Unternehmen zu verscherzen. Und häufig gilt: „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es später wieder heraus.“
  • 8. Gesunde Zurückhaltung: Am ersten Tag der Ausbildung gilt es, vor allem zu beobachten. Wie sind die Abläufe im Unternehmen? Wo befinden sich die wichtigen Räume? Duzen sich die Beschäftigten oder redet man sich in der Regel mit „Sie“ an? Und: Auch wenn einem manche Vorgehensweisen fremd oder seltsam vorkommen, sollte man nicht gleich damit beginnen, den Gegenüber zu belehren. Das kommt nicht gut an und verpasst einem gleich den Stempel eines Besserwissers, den man nur schwierig wieder los wird.
  • 9. Keine falsche Scheu: Als Neuling weiß man zwangsläufig noch nicht allzu viel über das Unternehmen. Das ist auch den Kollegen klar. Daher sollte man sich nicht scheuen, Fragen zu stellen. Erst recht, wenn man etwas nicht genau verstanden hat. Im Gegenteil: Das wirkt positiv und zeigt, dass man Interesse hat. Zudem vermeiden viele frühe Informationen, dass man zu einem späteren Zeitpunkt mit Wissenslücken dasteht oder sogar versehentlich in Fettnäpfchen tritt.
  • 10. Kontakte knüpfen: Wer ist mein Ausbilder? Wer sind meine direkten Kollegen? Und wo sind die Abteilungen, mit denen ich zumindest gelegentlich zu tun habe? Sich am ersten Tag mit den wichtigsten Personen bekannt zu machen, ist durchaus von Vorteil. Gleich am Ausbildungsstart bieten sich beispielsweise gemeinsame Pausen an, um sich gegenseitig besser kennenzulernen. Je schneller und besser man Kontakte zu den Kollegen knüpft, umso eher wird man sich im neuen Unternehmen wohlfühlen. Und auch der Austausch mit den anderen Azubis kann Gold wert sein.

Der erste Tag ist die Basis für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung. Mit einem positiven Start in die Ausbildung und einer Berücksichtigung der oben genannten Punkte ist aber schon einiges gewonnen. Wer noch überlegt, welche Ausbildung für einen selbst infrage kommt: Hier gibt es eine Auflistung der zehn beliebtesten IHK-Ausbildungsberufe in Heilbronn-Franken.

Von Daniel Hagmann