Ein Mann in blauer Arbeitskleidung und Schutzhelm steht vor einer Schalttafel mit elektrischen Steuergeräten.
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Ausbildung zum Elektroniker: Gehalt, Tätigkeit und Zukunftsaussichten

Wer sich beruflich mit Elektronik auskennt, hat in der Industrie ein breites Betätigungsfeld - und ist auch für den Arbeitsmarkt von morgen sehr gut aufgestellt.

Ein Mann in blauer Arbeitskleidung und Schutzhelm steht vor einer Schalttafel mit elektrischen Steuergeräten.

Für Paul Waldowski stand das berufliche Interessensgebiet schon früh fest. „Da mein Vater Elektriker war und ich schon immer Interesse an dem Beruf hatte, habe ich mich dafür entschieden“, erzählt der 19-Jährige. Er befindet sich in seinem ersten Ausbildungsjahr zum Elektroniker für Betriebstechnik bei der Firma Solvay in Bad Wimpfen bei Heilbronn. Dreieinhalb Jahre dauert die Lehrzeit – und ist eine gute Grundlage, um sich später weiterzubilden oder gar selbstständig zu machen.

An einem typischen Arbeitstag kommt Waldowski um 7 Uhr in den Betrieb. Als Erstes bringt er sich mit den Gesellen auf den neuesten Stand. Danach erledigt er die Aufträge des Vortags. Um 9.15 Uhr, nach dem Frühstück, verteilt der Meister die neuen Aufgaben für den Tag. Im Anschluss wird der angehende Elektroniker einem Gesellen zugeteilt, mit dem er zusammen die Aufträge erledigt.

Elektroniker: Vielseitige Aufgaben in der Ausbildung bei Solvay

Paul Waldowskis Aufgaben in seiner Ausbildung zum Elektroniker sind zum Beispiel das Verkabeln der Schaltungen, das Montieren der Steckdosen, er bringt Schaltschränke auf Vordermann und reinigt Generatoren, bei denen der Sicherheitsablauf zu beachten ist. „Ich mag die Abwechslung an dem Beruf. Kein Tag ist wie der andere“, sagt er. Logisches Denken und genaues Arbeiten sind wichtige Fertigkeiten, die man als Elektroniker braucht. „Es ist auch entscheidend, dass man keine zwei linken Hände hat“, erklärt Waldowski. Wichtig ist es vor allem, sich richtig zu verhalten, wenn man mit elektrischen Betriebsmitteln arbeitet, da man sich durch Elektrik schwer verletzen kann.

Ein Mal in der Woche hat Waldowski in der Christian-Schmidt-Berufsschule in Neckarsulm Theorieunterricht. „Alle drei Wochen haben wir praktischen Werkstatt- oder Laborunterricht – und alle sechs Wochen nochmal Theorieunterricht.“ Zum Theoriebereich gehören die Fächer Elektrotechnik, Deutsch, Englisch, Gemeinschaftskunde und Wirtschaftskunde.

Beruf im Elektrobereich ist ein zukunftssicher Job

Nach seiner Ausbildung möchte Paul Waldowski weiterhin bei Solvay im nördlichen Landkreis Heilbronn arbeiten. Nach der Lehre ist eine Weiterbildung zum Techniker oder Industriemeister möglich. „Gegen eine Weiterbildung spricht nichts. Aber erstmal möchte ich Berufserfahrung sammeln“, sagt Waldowski. Er kann seine Ausbildung allen empfehlen, die Lust auf Elektronik haben. „Elektroniker ist ein zukunftssicherer Job, da Instandhaltung und generell Elektrotechnik in vielen Bereichen gefragt sind.“

Die Höhe des Ausbildungsgehalts ist vertraglich geregelt. Die Firma Solvay in Bad Wimpfen bei Heilbronn hat den Tarifvertrag der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE). Im ersten Ausbildungsjahr liegt das Gehalt bei 1.074 Euro und im vierten bei 1.280 Euro brutto. Nach seiner Ausbildung verdient Paul Waldowski ungefähr 3.200 Euro brutto im Monat. Er hat bei Solvay eine 37,5-Stunden-Woche und 30 Tage Urlaub im Jahr.

Von Paul Glaser

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