Kreative Berufe
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Sieben Berufe für Kreative und ihre Gehälter

Von wegen brotlos: Menschen mit schöpferischer Ader haben viele aussichtsreiche Karrieremöglichkeiten. Wir stellen sieben Jobs sowie die zu erwartenden Gehälter vor.

Kreative Berufe

Wer einen kreativen Berufszweig einschlägt, bekommt nicht selten zu hören, dass dieser brotlos sei. Allerdings muss das nicht zwingend der Fall sein. So bieten einige kreative Jobs spannende Karrieremöglichkeiten. Wir stellen sieben Berufe für Menschen mit schöpferischer Ader sowie die zu erwartenden Gehälter vor.

1. Fotograf

Als Fotograf stehen einem mehrere berufliche Möglichkeiten offen. Zum einen bilden Fotoschulen oder Fotoakademien einen innerhalb von drei Jahren zum Fotografen oder Fotodesigner aus. Andererseits ist auch ein Studium an einer privaten oder staatlichen Hochschule denkbar. Wer einen der begehrten Studienplätze ergattern möchte, muss sich in der Regel mit einer Mappe mit Fotos bewerben.

Wieviel ein Fotograf verdient, kann sehr unterschiedlich ausfallen. So sind die meisten Fotografen nicht festangestellt, sondern arbeiten als freie bzw. selbständige Fotografen. Die Höhe der Honorare oder der Tagessätze ist häufig Verhandlungssache und kann stark variieren.

Foto: Adobe Stock/Jacob Lund

In Deutschland beginnen Berufseinsteiger nach ihrer Fotografie-Ausbildung mit etwa 2.100 Euro brutto im Monat und steigern sich dann mit der Zeit. Wer mehr als zehn Jahre Berufserfahrung mitbringt, kann mit etwa 3.000 Euro, bei 25 Jahren mit etwa 3.500 Euro brutto rechnen. Das Gehalt kann außerdem je nach Standort und Spezialisierung variieren, wobei in größeren Städten und bei renommierten Agenturen höhere Gehälter drin sind.

2. Make-up-Artist/Maskenbildner

Sie verwandeln Gesichter, damit Schauspieler, Politiker oder andere Persönlichkeiten optimal aussehen. Egal ob für Filmsets, auf Mode-Shootings, Hochzeiten, Abschlussbällen oder andere Veranstaltungen: Make-up-Artists sorgen dafür, dass Merkmale, Hauttöne und Aussehen hervorgehoben werden. Obwohl viele in diesem Bereich ein Kosmetikprogramm absolvieren, ist nur eine geringe formale Ausbildung erforderlich.

Aufgepasst: Wer sich auf Make-up für die Bühne oder fürs Theater spezialisiert hat, kann mit einem höheren Gehalt rechnen. Jeder Maskenbildner, der auch Kosmetiker ist, muss lizensiert werden. Den Weg in den Beruf ebnen können auch Theaterstudiengänge, die normalerweise Kurse zum Bühnen-Make-up beinhalten.

Foto: Adobe Stock/Ljustina

Auch hier können die Gehälter nach Bundesland variieren. Abhängig davon, wo der Make-up-Artist angestellt ist, verdient er im Durchschnitt etwa 3.332 Euro Brutto.

3. Regisseur

Alles beginnt mit einer künstlerischen Vision: Als Regisseur ist man für die kreative Leitung von Film-, Fernseh- oder Theaterproduktionen verantwortlich. In dem Job koordiniert man nicht nur verschiedene Abteilungen wie Kamera, Schnitt und Ton. Man leitet auch die Schauspieler genau an, um die gewünschte Darstellung zu erreichen. Gemeinsam mit dem Produktionsteam und den Darstellern setzt man seine Vision um.

Foto: Adobe Stock/LIGHTFIELD STUDIOS

Ein Studium in Filmregie, Szenischen Künsten oder Mediengestaltung an einer Filmhochschule oder Universität ist oft der erste Schritt. Wichtig, um in der Branche Fuß zu fassen, sind auch Erfahrungen durch Praktika, Assistenzen bei Dreharbeiten oder eigene Kurzfilmprojekte. In puncto Gehalt und Karrierechancen variieren die Gehälter in der Branche stark. So können Einsteiger mit etwa 30.000 bis 50.000 Euro jährlich rechnen. Erfahrene Regisseure in größeren Produktionen verdienen oft zwischen 60.000 und 100.000 Euro.

4. Modedesigner

Kreativ und abwechslungsreich ist auch der Job des Modedesigners. Zu den Aufgaben gehören Entwurf und Gestaltung neuer Modetrends, die Auswahl von Stoffen und Accessoires sowie die Erstellung von Schnittmustern und Prototypen. Darüber hinaus präsentieren Modedesigner ihre Kollektionen auf Modenschauen und in Showrooms.

Der Berufseinstieg erfolgt in der Regel über eine spezielle Ausbildung oder ein Studium. Eine Ausbildung an einer Modeschule dauert etwa zwei bis drei Jahre und endet mit einem staatlich anerkannten Abschluss. Wer Modedesign im Bachelor studiert, benötigt etwa sechs bis sieben Semester. Im Anschluss ist außerdem ein Masterstudium möglich.

Foto: Adobe Stock/Art_Photo

Wie viel man als Modedesigner verdient, kann abhängig von Erfahrung und Standort stark variieren. Entscheidend ist auch, ob man angestellt oder selbstständig ist. In großen Städten, wo die Nachfrage nach Mode größer ist, ist auch das Gehalt in der Regel höher. Laut kununu verdient ein Modedesigner in Deutschland im Schnitt 46.100 Euro brutto im Jahr. Pro Monat sind das etwa 3.800 Euro.

5. Tättowierer

Wer gerne zeichnet und eine künstlerische Ader hat, für den könnte dieser Job genau richtig sein: Als Tätowierer fertigt man Entwürfe an oder nutzt Vorlagen, um seine Kunden mit kleinen Kunstwerken auf ihrer Haut zu beglücken. Manche Tätowierer arbeiten freihändig, andere nutzen Schablonen. Auch die Tätowiertechnik kann sehr individuell sein, so arbeiten nicht alle Tätowierer mit einer elektrischen Tätowiermaschine. Wichtig sind bei diesem Job ist es, Hygienestandards einzuhalten und Kunden fachlich gut zu beraten – schließlich handelt es sich bei den tätowierten Körperstellen um Wunden. Hier sind Taktgefühl und Geduld gefragt.

Foto: Adobe Stock/nagaets

Viele Tätowierer sind selbstständig und haben je nach Standort und Kundenaufkommen unterschiedliche Einkommen. Auch das Gehalt von angestellten Tätowierern kann je nach Bundesland und Berufserfahrung variieren. Laut indeed verdienen Tätowierer deutschlandweit im Schnitt 2.100 Euro brutto pro Monat.

6. Illustrator

Ein weiterer Beruf für alle, die gerne zeichnen, ist der des Illustrators. Er erstellt Bilder, die Geschichten erzählen oder Informationen visuell vermitteln. Illustratoren werden in verschiedenen Bereichen gesucht – etwa, wenn es um Kinderbücher, Zeitungen oder Produktverpackungen geht. Es warten vielfältige Karrierechancen, ob freiberuflich oder in Agenturen.

Foto: Adobe Stock/Rawpixel.com

Aufgepasst: Eine umfangreiche Ausbildung in Grafikdesign und digitaler Bildbearbeitung ist erforderlich. Wer in diesem Beruf arbeiten möchte, sollte Kenntnisse über Farbtheorie, Komposition, Typografie und Illustrationstechniken haben. Laut stepstone kann ein Illustrator in Deutschland durchschnittlich mit einem Bruttogehalt von 35.400 Euro pro Jahr rechnen, also circa 2.900 Euro im Monat.

7. Schriftsteller/Autor

Der Weg zum Schriftsteller führt oft über Leidenschaft, kontinuierliches Schreiben und Beharrlichkeit. Schriftsteller wird man nicht durch einen festen Ausbildungsweg – es ist kein geschützter Beruf. Viel wichtiger ist es, durch regelmäßiges Schreiben sein Handwerk zu schärfen und Projekte strukturiert anzugehen. Statt einfach loszuschreiben, erarbeiten die meisten Schriftsteller zunächst ein Konzept, indem sie alle Charaktere und Handlungsschritte ausarbeiten. Einige finden ihren Weg in die Branche durch Praktika oder Self-Publishing, schreiben Blogs oder betreiben Social-Media-Kanäle.

Die ernüchternde Statistik: 64 Prozent der selbständigen Schriftsteller verdienen im Jahr gerade einmal 5.100 Euro. Das hat das Büro für Kulturwirtschaftsforschung (KWF) herausgefunden, das regelmäßig das Einkommen ihrer Mitglieder verzeichnet.

Adobe Stock/VadimGuzhva

Laut kununu verdienen Schriftsteller im Schnitt 48.400 Euro brutto pro Jahr. Je mehr Berufserfahrung und Personalverantwortung, desto höher das Gehalt. Während Größen in der Branche wie J.K. Rowling mit ihrem Beruf reich geworden sind und viele Millionen auf dem Konto haben, sieht es bei den meisten anderen Schriftstellern eher mau aus. Viele müssen häufig Nebenjobs zur Lebensfinanzierung antreten.

Übrigens: In unserem Berufe-Check auf mein-sprungbrett.de könnt ihr anhand eines Fragenkatalogs herausfinden, welcher Job zu euch passt.

Von Sina Alonso Garcia

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