Als Heilerziehungspfleger ist Pascal Binkowski nah bei den Menschen
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Da sein, wenn es zählt: Ausbildung zum Heilerziehungspfleger

Als Heilerziehungspfleger ist Pascal Binkowski nah bei den Menschen.

Als Heilerziehungspfleger ist Pascal Binkowski nah bei den Menschen

Eine Bindung zu den Menschen aufzubauen, für sie da zu sein und sie auch zu fördern, das sind Aufgaben von Pascal Binkowski. Der 26-Jährige macht eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger beim Wohnheim der Lebenswerkstatt in Böckingen und betreut Menschen mit Behinderungen.

Auf den Beruf aufmerksam geworden ist er durch eine Bekannte. „Ehrlicherweise wusste ich nicht, dass es diesen Beruf überhaupt gibt. Hier braucht es viel mehr Aufklärung bereits in jungen Jahren“, sagt er. Die Ausbildung laufe leider noch etwas unter dem Radar. Das findet er schade, denn ihm mache der Job sehr viel Spaß. „Ich könnte mir nichts Besseres für mich vorstellen“, sagt er. Auch, weil die Arbeit abwechslungsreich sei.

Heilerziehungspfleger trägt große Verantwortung

„Ich unternehme Ausflüge mit den Klienten, koche mit ihnen oder für sie, übernehme die Pflege, ich bin für sie da, wenn es ihnen schlecht geht und spiele Spiele mit ihnen und bin ihre Ansprechperson.“ Dass damit eine große Verantwortung einhergeht, ist nicht ungewöhnlich. „Die Familien, die ihre Kinder in unserer Obhut lassen, vertrauen uns auch, dass wir unseren Pflichten nachgehen.“

Einen richtigen Alltag gibt es bei der Arbeit mit Menschen nicht, denn es sei immer tagesabhängig. „Manchmal wollen sie Fußball spielen, dann wieder nur einen Spaziergang machen oder wir spielen was“, so der Weinsberger zum Tagesablauf. Und auch beim Essen wird jeden Tag auf die Bedürfnisse der Bewohner eingegangen. „Wir sind ganz flexibel. So wie auch bei uns daheim.“

„Bin als Mensch enorm gewachsen“


Aus seinem Job nimmt er auch viel für sich mit. Er sagt von sich selbst, dass er den Alltag heute mit ganz anderen Augen sehe. „Vieles, was für mich selbstverständlich war, ist für andere eine große Herausforderung.“ Auch habe er sich in Sachen Kommunikation nochmal verbessert. „Und ich bin als Mensch enorm gewachsen.“ Er rät jedem, der sich für die Ausbildung interessiert, einmal vor Ort zu hospitieren. Und vor allem keine Angst vor den Bewohnern zu haben, denn „sie sind die herzlichsten Personen, die es gibt und heißen euch mit offenen Armen willkommen“.

Neben dem praktischen Teil im Wohnhaus geht Pascal Binkowski einmal im Monat für eine Woche in die Johannes Fachschule nach Neckarbischofsheim. Dort hat er von 8 bis 17 Uhr Unterricht in verschiedenen Modulen. „Wir haben zwei Module pro Tag und es ist ein Mix aus theoretischem und selbstständigem Lernen.“ Sowohl eigenständig als auch in Gruppen wird Verschiedenes erarbeitet und vorgetragen.

Viele Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung

Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger geht drei Jahre. Um zu beginnen, muss man entweder einen Realschulabschluss haben und dann ein FSJ machen oder Abitur/Fachhochschulreife haben, dann reicht auch ein sechsmonatiges Praktikum. Außerdem gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung.

Von Anna-Linda Hahn

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