Berufliche Tätigkeitsfelder
Schornsteinfeger*innen arbeiten in Betrieben des Schornsteinfegerhandwerks.
Die neuen gesetzlichen Bedingungen für das Schornsteinfeger-Handwerk beinhalten einen eingeschränkten hoheitlichen Bereich und gehen damit konform mit den europarechtlichen Vorgaben zur Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit. Dies war einer der Hauptgründe, die Ordnungsmittel für den Ausbildungsberuf Schornsteinfeger*in von 1997 zu überarbeiten. Die neue Verordnung, die am 1. August 2012 in Kraft treten wird, trägt insbesondere auch den Veränderungen bezüglich der Kundenberatung in den Bereichen der Energieeffizienz, des vorbeugenden Brandschutzes und den Maßnahmen der Gefahrenabwehr besonders Rechnung.
Erstmalig für die Schornsteinfeger-Auszubildenden wird in den Berufsschulen auf der Grundlage von Lernfeldern unterrichtet. Die Struktur der Lernfelder orientiert sich dabei an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen. Vorteile von Lernfeldern sind u. a. die Steigerung der Flexibilität im Hinblick auf die Sicherung der fachlichen Aktualität sowie die Förderung eines handlungsorientierten Unterrichts und entsprechender Prüfungen.
Die Prüfungsform
Zwischenprüfung-Gesellenprüfung wurde beibehalten. Die Prüfungsbereiche wurden sehr anspruchsvoll und handlungsorientiert formuliert, so ist u.a. eine Prüfungsanforderung eine simulierte Kundenberatung. Zur Ausübung des Kerngeschäfts der Schornsteinfeger*innen gehört das Überprüfen, Reinigen und Messen von Feuerungs- und Lüftungsanlagen sowie die Qualitätssicherung. Insgesamt können sich die Auszubildenden auf eine moderne, innovative und abwechslungsreiche Ausbildung freuen, in der auch der Umwelt-, Gesundheits- und Klimaschutz umfangreich berücksichtigt wird. Die europarechtlichen Vorgaben, Schornsteinfegerarbeiten für den Wettbewerb freizugeben, muss das Handwerk bei dem hohen geforderten Ausbildungsniveau nicht fürchten.
Gehalt
Durchschnittliche tarifliche monatliche Ausbildungsvergütung 2020 nach Lehrjahr (Westdeutschland)
- Lehrjahr: 520 €
- Lehrjahr: 591 €
- Lehrjahr: 691 €
Vorbildung der Neu-Azubis
In der folgenden Grafik siehst du, welche Schulabschlüsse die Azubis in dem Ausbildungsberuf hatten.
- ohne Hauptschulabschluss - 0%
- mit Hauptschulabschluss - 24%
- Realschulabschluss - 57%
- Hoch-/Fachhochschulreife - 19%
- im Ausland erworben, nicht zuzuordnen - 0%
Die Entwicklung der Ausbildungsplätze
In der folgenden Tabelle siehst du, wie sich die Ausbildungsplätze über die letzten Jahre entwickelt und verändert haben.
| 2008 | 2018 | 2019 | 2020 | |
| Anzahl der Neuabschlüsse | 405 | 630 | 717 | 696 |
| Anteil Männer | 87,4% | 88,1% | 86,2% | 85,3% |
| Anteil Frauen | 12,6% | 11,9% | 13,8% | 14,7% |
| Vertragsauflösungen im Jahr | 63 | 147 | 144 | 153 |
Quelle: bibb.de
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